Die Perseiden oder die Tränen des Laurentius


210812 Die Perseiden bestehen aus den Auflösungsprodukten des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Die Erde kreuzt auf ihrer Bahn immer um den 12. August herum diese Staubspur, die der Komet im Weltraum hinterlassen hat. Die Staubteilchen treffen dabei mit hoher Geschwindigkeit auf die Atmosphäre und bringen die Luftmoleküle zum Leuchten.
Da das Erscheinen der Perseiden mit dem Fest des christlichen Märtyrers Laurentius am 10. August zusammenfällt, der im Jahre 258 das Martyrium auf einem glühenden Rost erlitt, werden sie im Volksmund Tränen des Laurentius genannt.
Auch die Sternfreunde hielten an verschiedenen Standorten vom Donnerstag bis Sonnabend Ausschau nach diesen hellen Himmelsflitzern. Obwohl der Mond zeitig unterging war das Wetter mit Wolken und Schauern sehr durchwachsen. Sonnabend zu Sonntag waren meteorologisch die besten Bedingungen, da um Mitternacht auch das Band der Milchstraße zu sehen war.
Fotoapparate auf Stativen, versuchten mit Serienaufnahmen von hunderten Bildern diese Ereignisse abzulichten. Einige Treffer konnten auch gelandet werden. Die Aufnahmen sind aus Quedlinburg (HH) und von der Endorfer Mühle (DF).
Nebenbei konnten noch Mond, Jupiter und Saturn durchs Teleskop betrachtet werden.
Die gemeinsame Beobachtung ist bei angenehmen Wetter immer ein tolles Vereinsereignis.