Archiv des Autors: dirkfeitscher

Erster Fachvortrag im Gewölbe


201006 Heute war Premiere. Der erste Fachvortrag, im Rahmen der Vortragsserie bei der Kreisvolkshochschule Harz, fand im Gewölbe der Sternwarte bei schon 16,2°C statt.
Thomas Heising sprach über die Entwicklung des Fernrohrs, beginnend bei der Glasherstellung, ersten Lesesteinen bis zu den Brillen-Linsen und deren ersten Einsatz als Teleskope durch Brillenmacher Hans Lipperhey um 1608 in Holland. Zur praktischen Untermalung hatte Thomas seine optische Bank, die er zur visuellen Begutachtung der Güte von Linsen verwendet, mitgebracht.
Das reflektierte Licht eines “künstlichen Sterns” (LED), welches durch parallele Gitterlinien (Ronchigitter) läuft, wird durch eine Okular in einem dahinter aufgebauten Planspiegel beobachtet. Im Strahlengang befindet sich die zu begutachtende Linse. Das Licht durchläuft die Linse, wird vom Spiegel reflektiert, durchläuft die Linse erneut bis zum Beobachtungs-Okular. Ist sie perfekt gearbeitet, erscheinen im Okular gleichmäßige senkrechet dunkle Balken die die gute Qualität bestätigen. Sind die Balken verbogen, liegen Fehler bei der Verarbeitung der Linse vor und werden die Schärfe des Bildes, bei Einsatz als Teleskopobjektiv, beeinträchtigen.
Ein sehr interessanter Vortrag und ein würdiger Einstieg zur Nutzung des restaurierten historischen Baudenkmals.

Anheizen


201003 Tatsächlich der 1. Heizkreislauf funktioniert. Das Lüftergeräusch ist sehr moderat und stört nicht. Wir testeten auch den Flüsterbetrieb der Anlage  (Leistungsabsenkung von 4,5 KW auf 1 KW). Es wurde so leise. dass man schon davor stehen muss um noch was zu hören. Auch oben auf der Terasse neben der Anlage ist der Betriebspegel sehr leise. Ein angeschlossener Heizkörper oben und im Büro wurden ebenfalls schön warm. Die Fliesen sind auch schon da. Sie sollen nächste Woche aufgebracht werden. Stefan testete daher, ob auch die Bodenheizung funktioniert, damit der Estrich schön trocken wird. Auch dieser Heizkreis wird warm.

Die Solaranlage funktioniert auch gut. Ein Abschattungstest auf einem Panel hatte kaum Einfluß auf die Leistung.  Jetzt muß noch die Lüftungsanlage angeschlossen werden. Leider wurde ein Anschluß falsch angebaut. Wird geändet, aber wir müssen uns noch etwas gedulden.

Der Durchgang zum Behälter wurde verputzt. Darin wurde ein geologisches Schaufenster eingebaut, durch das man den Felsen sehen kann.

Planieren der Freifläche über dem Behälter


200926 Am Samstag wurden die Außenanlagen gestaltet. Ein Radlader ebnete den Hang ein und verschaffte uns lockeres Material für die Aufschüttung der Seitenflächen. Da es regnete war auch die beste Zeit gekommen, um den Grassamen für die Begrünung auszubringen. Es wird also langsam.  Einige Arbeitsgeräte verweigerten aufgrund der Trockenheit ihre Dienste. Beim Motek und bei der Spitzhacke löste sich jeweils der Griff. Die schweren Steine wurden fast alle für die  Trockenmauer verwendet. Es war eine ganz schöne Schinderei die Wackersteine vom Hochplateau zum Schieberhaus zu bringen. Erstaunlicherweise hielt die Schubkarre durch.
Ein Grashüpfer schaute dem Treiben zu und Marlon, der gern Griesbrei mit Kirschen ist, half dann noch mit die Werkzeuge abzuwaschen.

Vereinstag mit Besuchern


200918 Der Vereinstag begann wie immer mit der Erledigung von vielen notwendigen Arbeiten. Gemeinsam wurde auch der elektronische Plan und die Programmierung der Heizung studiert. Auf den Solarfeldern hatte sich durch den fehlenden Regen schon eine Staubschicht gebildet. Die vorhergesagte Leistungsminderung der Module konnten wir nicht bestätigen. Mittlerweile sind auch die neu belegten Treppenstufen begehbar. Türen, Fliesen und Putz für die Toiletten und Eingangsbereich sind in Arbeit.
Bei Einbruch der Dunkelheit kamen auch neugierige Gäste zu Besuch. Der Himmel war klar und so war ein hervorragender Anblick durch das Teleskop zum Jupiter, Saturn und anderen Objekten möglich. Natürlich wurde der Himmelsspaziergang immer durch irdische Anekdoten und himmlische Göttersagen gewürzt. Dank geht hier an Sternfreund Keks für die spontane Hilfe.
Am Tag darauf besuchten uns, im Rahmen der Sommerexkursion, die Sternfreunde der Astronomischen Station “Johannes Keppler” aus Kanena. Der Verein wollten sich endlich mal über den Umbau des Wasserspeichers und die neuen Möglichkeiten des Gebäudes in Quedlinburg ein Bild machen. Hier waren die Fachleute unter sich. Wir besichtigten gemeinsam die Sternwarte und den Wasserbehälter, grillten Würstchen und auch die Gesangseinlage mit Begleitung durch eine Gitarre durfte zum Ausklang nicht fehlen. Danke für den Besuch und die Anregungen.

Tag des offenen Denkmals

200913 Der Tag des offenen Denkmals wurde unter Einhaltung von Hygieneregeln in Quedlinburg durchgeführt. Auch die Sternwarte konnte so von Gästen besucht werden.
Da das Gebäude vom Keller bis zur Kuppel gut durchlüftet ist wurden ca. 100 Gaste in kleine Gruppen durch das Haus geführt. Bei bestem Wetter kamen viele mit dem Fahrrad.

Im Kellergewölbe war es angenehm kühl. Dort lief eine Präsentation über die Entwicklung der Sternwarte. Nebenbei wurde mit der Gitarre die Akustik dieses Raums vorgeführt.
Die Treppe in die Obergeschosse war nicht benutzbar, da gerade die Trittstufen auf die Treppen geklebt und noch nicht begehbar waren. Somit musste immer ein kleiner Umweg zur
Kuppel über das Außengelände gemacht werden.
Im Kuppelraum konnten die baulichen Neuheiten, wie Verkleidung der Rollenbahn und Wände, Treppe mit Handläufen, LED-Lichtkonzept, bewundert werden.
Der Ausblick auf den Münzenberg und die Schlosskirche war bei allen Gästen das nächste große AHA Erlebnis. Dann wurde als Mitmachaktion die Öffnung der 800 Kg Kuppel immer von den Besucher zur Sonne gedreht und jedes mal kam Erstaunen wie leicht das geht. Dann wurde die fleckenlose Sonnenscheibe betrachtet. Nachdem noch viele Fragen beantwortet waren lobten die Gäste den sehr gut organisierten Ablauf der Veranstaltung und bedankten sich mit einer kleinen Spende um unsere Arbeit zu unterstützen. Vielen Dank an alle Besucher dafür und das gezeigte rege Interesse.

Ein schweißtreibender Vereinstag

210820 Am Freitag wurde bei bestem Wetter und 32°C Schattenteperatur gearbeitet. Es standen Schachtarbeiten mit 50 cm Tiefe an, die sich aber als 80 cm entpuppten. So kamen wir mächtig ins schwitzen. Nur isotonische Getränke bewarten uns vor dem Hitzeschock. Die Schachtarbeiten waren nötig, da die Isolierung um die Lüftungskanäle einfach vergessen und der Breich jetzt dafür wieder freigelegt werden mußte.
Uwe baute derweilen ein Insektenhotel, in dem er in die Baumwurzel Löcher bohrte.
Der Elektriker war auch da und hat weitere Leitungen, Steckdosen und Lichtschalter verlegt. So haben wir im Technikraum nun eine schöne Beleuchtung, die auch durch die Glasbausteine den Eingangsbereich vor der Tür erhellt.
Stefan programmierte die Steuerung weiter, es sieht schon sehr gediegen aus. Auch die  Anzeigen im Keller funktionieren schon.
Die Solaranlage ist inzwischen auch komplett montiert und stellt uns ca. 10 KW bei voller Sonne zur Verfügung. Aktuell fehlt aber leider noch der Wechselrichter.
Wilfried kam auch vorbei. Er hatte zuvor im Sparkassenfoyer ein paar Bilder unserer dortigen Ausstellung aktualisiert. Es war wieder ein sehr erfolgreicher Tag.

Die Solarmodule werden montiert

Am 13.08.2020 Tag standen die Solarbauer vor der Tür. Die Panele wurden geliefert und die ersten zwei Reihen auf die Trägerkonstruktion montiert. Wenn dann auch noch die fehlenden Verbindungsrohre im Heizkreislauf kommen kann die Anlage gestartet werden. Die produzierte Wärme hilft dann des Gewölbes zu entfeuchten und das unterirdische Klima zu stabilisieren. Hoffen wir, dass es bald losgehen.

Das Konzert der Relais erklang


200717 Da es nun wieder Schlag auf Schlag geht, mußten die restlichen Ziegelsteine vom Fussboden aufgenommen werden, damit der neue Estrich schön aufgetragen werden kann. Noch hält die Decke und Deckenfarbe! Die wunderbare Melde mußte auch wieder gesenst werden. Sie scheint auf dem kargen Sandboden Idealbedingungen zu haben. Sie wächst und wächst. Die
Straße unterhalb der Sternwarte wurde auch gesäubert. Unsere Schubkarre, die schon nach der ersten Fuhre ein schiefes Rad hatte, verweigerte heute mit einem Plattfuß die Arbeit. Sie  scheint  tatsächlich nur für den leichten Gartenschnitt (max. 2000 Gramm) geeignet zu sein.
Die Ingenieure schauten sich die installierte Heizungsanlage an. Stefan mußte den  Schaltschrank für einige Sensoren anders verkabelt. Die Steuerung wurde erstmalig in Betrieb genommen. Ein Testprogramm der Steuerung ließ die Relais durchschalten, so daß bei Klaus, unserem Schlagzeuger, schon das Twistbein zuckte. Am Ende gab es noch einen gemütlichen Teil. Ina hatte uns einen leckeren Kuchen gebacken und vom Sommerfest hatten wir noch etwas zum Grillen übrig. (Text und Bild HH)
PS.: Der Komet C/2020 F2 ist noch wunderbar zu beobachten.  Galerie

Der Komet hat sich entwickelt

   

Hannjo – Komet über Quedlinburg
Gallerie

200715 Der Komet hat sich zu einem echten “Hingucker” entwickelt. Erst im März durch das Weltraumteleskop NEOWISE entdeckt, ist dieser Komet seit Langem mal wieder ein Vertreter der ohne Hilfsmittel beobachtet werden kann. Die Vereinsmitglieder beobachten an unterschiedlichen Orten und mit verschiedensten technischen Ausstattungen den Lauf des Kometen über den Nachthimmel. Schauen Sie doch mal nach 23:00 Uhr Richtung Norden. Dort ist, bei klarer Sicht, der Komet C/2020 F3 NEOWISE auch mit bloßem Auge, bis Ende des Monats 15° (etwa eine Hand breit) über dem Horizont unter dem Großen Wagen zu sehen.
Zum Fotografieren wird nur eine Kamera  / Smartphone mit Fokus auf unendlich, 10s Belichtungszeit und ein Stativ benötigt. (Hannjo, Klaus, Dirk, Uwe, Stefan)

200723 Die Leuchtkraft des Kometen lässt schon nach. Er ist visuell nur noch als nebliches Fleckchen unter dem Großen Wagen zu sehen.
Damit verabschieden wir den Komete nun langsam in die weiten unseres Sonnensystems und freuen uns schon auf ein Wiedersehen in ca. 5000 Jahren.

Komet C/2020 F3 NEOWISE – Erste Sichtung

200707 Aufnahme des Kometen C/2020 F3 NEOWISE am 06.07.2020 um 03:30 Uhr.

Der Komet NEOWISE sollte sich im Nordosten am Himmel knapp über dem Horizont zeigen und so war es auch. Mit einem 8×30 Feldstecher gelang sofort die Sichtung. Auch auf den Fotos ist er sofort zu erkennen. Die maximale Brennweite betrug 120 mm, die Belichtungszeit 2 s bei ISO 400. Die Sonne war nur noch 7° unter dem Horizont. Wenn der Himmel richtig dunkel wäre würde der Komet richtig hell leuchten (fast wie Hale-Bopp), einige  Schätzungen gehen von einer Helligkeit zwischen 1. und 0. Größenklasse aus. (HH)

Der Komet ist vom 11.7.- 20.7., früh 3:00 Uhr 10 Grad über dem Horizont, Richtung NNO nach N wandernd, mit dem Fernglas. links unter Kapella zu sehen.