Archiv des Autors: dirkfeitscher

Das Konzert der Relais erklang


200717 Da es nun wieder Schlag auf Schlag geht, mußten die restlichen Ziegelsteine vom Fussboden aufgenommen werden, damit der neue Estrich schön aufgetragen werden kann. Noch hält die Decke und Deckenfarbe! Die wunderbare Melde mußte auch wieder gesenst werden. Sie scheint auf dem kargen Sandboden Idealbedingungen zu haben. Sie wächst und wächst. Die
Straße unterhalb der Sternwarte wurde auch gesäubert. Unsere Schubkarre, die schon nach der ersten Fuhre ein schiefes Rad hatte, verweigerte heute mit einem Plattfuß die Arbeit. Sie  scheint  tatsächlich nur für den leichten Gartenschnitt (max. 2000 Gramm) geeignet zu sein.
Die Ingenieure schauten sich die installierte Heizungsanlage an. Stefan mußte den  Schaltschrank für einige Sensoren anders verkabelt. Die Steuerung wurde erstmalig in Betrieb genommen. Ein Testprogramm der Steuerung ließ die Relais durchschalten, so daß bei Klaus, unserem Schlagzeuger, schon das Twistbein zuckte. Am Ende gab es noch einen gemütlichen Teil. Ina hatte uns einen leckeren Kuchen gebacken und vom Sommerfest hatten wir noch etwas zum Grillen übrig. (Text und Bild HH)
PS.: Der Komet C/2020 F2 ist noch wunderbar zu beobachten.  Galerie

Der Komet hat sich entwickelt

   

Hannjo – Komet über Quedlinburg
Gallerie

200715 Der Komet hat sich zu einem echten “Hingucker” entwickelt. Erst im März durch das Weltraumteleskop NEOWISE entdeckt, ist dieser Komet seit Langem mal wieder ein Vertreter der ohne Hilfsmittel beobachtet werden kann. Die Vereinsmitglieder beobachten an unterschiedlichen Orten und mit verschiedensten technischen Ausstattungen den Lauf des Kometen über den Nachthimmel. Schauen Sie doch mal nach 23:00 Uhr Richtung Norden. Dort ist, bei klarer Sicht, der Komet C/2020 F3 NEOWISE auch mit bloßem Auge, bis Ende des Monats 15° (etwa eine Hand breit) über dem Horizont unter dem Großen Wagen zu sehen.
Zum Fotografieren wird nur eine Kamera  / Smartphone mit Fokus auf unendlich, 10s Belichtungszeit und ein Stativ benötigt. (Hannjo, Klaus, Dirk, Uwe, Stefan)

200723 Die Leuchtkraft des Kometen lässt schon nach. Er ist visuell nur noch als nebliches Fleckchen unter dem Großen Wagen zu sehen.
Damit verabschieden wir den Komete nun langsam in die weiten unseres Sonnensystems und freuen uns schon auf ein Wiedersehen in ca. 5000 Jahren.

Komet C/2020 F3 NEOWISE – Erste Sichtung

200707 Aufnahme des Kometen C/2020 F3 NEOWISE am 06.07.2020 um 03:30 Uhr.

Der Komet NEOWISE sollte sich im Nordosten am Himmel knapp über dem Horizont zeigen und so war es auch. Mit einem 8×30 Feldstecher gelang sofort die Sichtung. Auch auf den Fotos ist er sofort zu erkennen. Die maximale Brennweite betrug 120 mm, die Belichtungszeit 2 s bei ISO 400. Die Sonne war nur noch 7° unter dem Horizont. Wenn der Himmel richtig dunkel wäre würde der Komet richtig hell leuchten (fast wie Hale-Bopp), einige  Schätzungen gehen von einer Helligkeit zwischen 1. und 0. Größenklasse aus. (HH)

Der Komet ist vom 11.7.- 20.7., früh 3:00 Uhr 10 Grad über dem Horizont, Richtung NNO nach N wandernd, mit dem Fernglas. links unter Kapella zu sehen.

 

Der morsche A-Mast ist gefallen

200619 Anbei wieder ein kleiner Bericht vom letzten Vereinstag.
Am Vormittag wurde der alte A-Mast fachgerecht von den Stadtwerken beseitigt. Nach Kappung des Halteseils fiel er von selber um. Er wurde an Ort und Stelle zerlegt. Alles ging so schnell, daß ich nur noch das Zerlegen festhalten konnte.
Dann sollte 9:00 Uhr die Venus vom Mond bedeckt werden. Extra ein sauberes Okular eingepackt, war diese Beobachtung dennoch nicht von Erfolgt gekrönt. Wir guckten uns die Augen aus und sahen nichts! Schade. Vielleicht waren die vielen Cirren daran Schuld.
Im Anschluss wurde noch mit einer 10 Meter langen Lattenkonstruktion eine loser Ast heruntergeholt, um diese Gefahrenquelle zu beseitigen.
Die Trockenbauer waren da und haben unseren Treppenaufgang zur Kuppel eingehaust. Es fehlt nur noch die Tür.
Tischlermeister Uwe hat die letzten Arbeiten am Geländer vorgenommen. Super!

Am Nachmittag traten die Mauerspechte an und klopften die Ziegel im Eingangsbereich blank. Wenn man ohne Handschuhe klopft ergeben sich Blasen (auf beiden Händen). Aber sie sind schon wieder verschwunden. Der Fußboden wurde aufgenommen und der Bauschutt im Eingangsbereichs abgekippt. Die Fahrt mit der Karre war sehenswert.
Dann klang der Abend, zunächst mit Würstchen und dann mit Musik von drei Gitarren mit Gesang, stimmungsvoll aus. (Bild und Text HH)

Die Grenzen des Universums “Sternwarte” in Quedlinburg


200614 Die Planung ist fertig. Zur äußere Umfassung der Sternwarte werden 27 Zaunfelder benötigt. Der Eingang erfolgt nur noch über den Haupteingang am Fuße des Turms. 2 Tore erlauben die Pflege des Zauns und den Rückschnitt von invasiven Gewächsen. Weiterhin ist die Solaranlage zu sehen, die den grünen Strom von unserem Zentralgestirn einsammelt und für den Betrieb der technischen Anlagen bereitstellt.

Start in den 25. Sonnenfleckenzyklus

200602 Endlich ist die Zeit des Minimums an Sonnenflecken vorüber. Am 02.06.2020 konnte unser Sonnen-Klaus im H-Alpha Licht die erste Protuberanz dokumentieren. Diese Protuberanz stand in nördlicher Breite und gehört schon zum 25. Sonnenfleckenzyklus. Ein Zyklus dauert ca. 11 Jahre von Minimum, über Maximum, bis zum nächsten Minimum. Wenn man sich für die Beobachtung von Protuberanzen Zeit nimmt, kann man schon in kurzer Zeit Veränderungen in ihrer Struktur Beobachten.

Achtung: Die Sonne nur mit geschütztem Auge durch spezielle Sonnenteleskope oder Sonnenfinsternisbrille Beobachten. Sie könnten sonst erblinden.

 

Die 5 klassischen Planeten in einer Nacht

Vom 20. – 25. Mai 2020 bestand  die Möglichkeit alle 5 klassischen Planeten in einer Nacht mit bloßem Auge zu sehen. In den Morgenstunden waren es Mars, Jupiter und Saturn im Osten und in den Abendstunden Venus und Merkur im Westen. Der Mond vervollständigte die Parade noch.
Jupiter und Saturn nähern sich in diesem Jahr scheinbar einander immer weiter an, bis es am 21.12 2020 in den frühen Abendstunden zu einer Konjunktion (Begegnung) der beiden größten Planeten unseres Sonnensystems kommt. Die Begegnung dieser Riesen wird mit 6 Bogenminuten so nah sein,  dass man sie mit dem bloßem Auge nicht mehr trennen kann. Im Vergleich dazu hat der Mond einen scheinbaren Durchmesser von ca. 1/2 Grad oder 30 Bogenminuten.
Manche Historiker nehmen an, dass diese Konstellation, welche auch im Jahre 7 stattfand, als “Stern von Betlehem” gedeutet werden könnte. Wie auch immer – Freuen wir uns auf dieses himmlische Schauspiel.

Aufräumen und Baufreiheit

200514 Heute mußten für den Einsatz weiterer Gewerke einige Vorarbeiten erledigen werden.
Um die Coronaauflagen zu erfüllen arbeiteten immer nur max. Zweiertrupps zusammen. Ragnar schaffte in den Etagen des Gebäudes die nötige Baufreiheit. Klaus klopfte Steine, Christian und Dirk rissen den alten Betonfußboden aus dem Turm heraus. Dort kann der Handwerker nun den neuen Boden einbauen. Ulrike und Hendrik kehrten vom Boden des Behälters vier Eimer Regolith (Mondstaub) zusammen. Stefan und Andreas versetzten den Briefkasten und Uwe und Hannjo legten die ursprünglichen Fenster wieder frei.
Der Elektriker hat weiter Fortschritte bei der Elektrifizierung gemacht und den ehemaligen Wasserspeicher mit dimmbaren LEDs beleuchtet. Sieht klasse aus!
Heizungsbauer haben alle Rohre und Heizkörper im Wasserspeicher verlegt. Die Trockenbauer werden jetzt den Aufgang zur Kuppel einhausen. Auf dem Plateau müssen noch 10 cm Erde aufgeschüttet werden.
Zur Versorgung gab es vier unterschiedliche Sorten Kuchen sowie Kaffee und ein kühles Blondes.

Terrasse über dem Technikraum

200314 Spontan, da eigentlich gar nicht geplant, wurde noch ein Terrasse mit unserem Holz gebaut. Uwe war auch gekommen und sägte die Bretter zurecht. Bank drauf, Tisch und Bier, ja so schön kann Astronomie sein.
Da es am Ende der Terasse ca. 7 Meter abwärts geht bauten wir noch ein hohes Geländer als Schutz. Die Belastungsprobe wurde erfolgreich bestanden. Nun können wir dort auch Blumenkästen anbringen (siehe Vorschlag). Die Arbeiten wurden von Besuchern des Familienhotel bestaunt. Im Keller sind mittlerweile auch die Heizkörper angebracht.