Archiv für das Jahr: 2018

Jahresabschluss 2018

Ja, es gibt wirklich Gründe auf dieses erfolgreiche Jahr anzustoßen.

Wir konnten im Laufe des Jahres über 2000 Gäste zu den vielfältigsten Veranstaltungen begrüßen. Für das grosse Interesse möchten wir uns hiermit herzlich bedanken.

Weiterhin wurden wir in ein Europäisches Förderprogramm für regionale Entwicklung (EFRE) durch Beseitigung von Ungleichheiten zwischen den verschiedenen Regionen und zur Stärkung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt in der Europäischen Union aufgenommen.

Das Projekt “Umbau eines denkmalgeschützten ehemaligen Trinkwasserhochbehälters zu einem Kulturzentrum” wird über die Lokale Aktionsgruppe „Nordharz“ (LEADER und CLLD) gefördert und mit den Mitteln aus dem EFRE-Fonds der EU finanziert.

Allen fleißigen Helfern und Unterstützern, die den Behörden- und Formularmarathon mit viel Begeisterung und Geduld erfolgreich begleitet haben, gebührt unser Dank und größte Hochachtung.

Jagd auf den Weihnachtskometen – 46P/Wirtanan

Nun ist er endlich zu sehen, jedenfalls theoretisch. Ich jedenfalls habe alles dafür getan, in dem ich meinen Teller immer abgegessen habe – leider. Im Sommer lief mit dem klaren Himmel alles gut, außer zur Mondfinsternis, da waren Wolken. Auch jetzt genau in der Phase der besten Sichtbarkeit müssen wir auf der Lauer liegen und eine Lücke abpassen um in einem kurzen Moment einen Blick auf das kleine grüne Bällchen zu erhaschen. Das sind eben die Leiden der Hobbyastronomen.
Doch Hannjo ist es gelungen den Kometen während der größten Annäherung und noch beim Durchlaufen des “Goldenen Tors” zwischen Pleyaden und Hyaden im Stier, in einem kurzen unaufmerksamen Moment des Wolkengottes, abzulichten. Dafür von allen herzlichen Glückwunsch.
(Objektiv 2,8/60 feststehende mit Nikon 4 Sekunden ISO 3200)

Initiative gegen Lichtverschmutzung

Die Idee dazu hatte der Hobbyastronom Philipp Hartung aus Thale den die ganze Beleuchtung der Umgebung bei seinen Himmelsbeobachtungen störte.
Aus diesem Grund bemühte sich Philipp um einen Termin beim Bürgermeister der Stadt und stellte ihm seine Ideen und das Projekt „Licht aus – Himmel an“ vor. Im Verlauf des Gesprächs wurde vereinbart, dass Mitarbeiter der Stadtwerke am Wochenende vom 5.10.-7.10 die Beleuchtung des Parkplatzes am ehemaligen EHW-Gelände abschalten um Beobachtungen des Sternhimmels zu ermöglichen. Zur Unterstützung dieser Aktion  hatte er bei unserem Verein angefragt. Am 6.10. ab 20:00 Uhr rückten wir mit 6 Personen und 2 zusätzlichen Teleskopen dort an. Dank der Dunkelheit konnte eine Reise durch unser Sonnensystem, unsere Milchstraße mit Doppelsternen und Sternhaufen, bis hin zur Andromeda Galaxie unternommen werden. Philipp und seine Helfer aus Quedlinburg wurden nicht müde die vielen gestellten Fragen zu beantworten. Die Gäste waren begeistert und haben schon nach einer Fortsetzung dieser Himmelswanderung gefragt. Die Veranstaltung war ein großer Erfolg. Bleibt zu wünschen, dass die Bedeutung der Balance zwischen dem Bewusstsein zum sinnvollen Umgang mit Beleuchtungsenergie und der Schönheit eines nächtlichen Sternhimmels vielen Besuchern bewusst geworden ist.

Gesamter Beitrag hier

Der erste deutsch Kosmonaut – 40. Jubiläum

25.08.2018 Zum 40. Jubiläum des Fluges des ersten Deutschen, Sigmund Jähn, ins Weltall luden wir zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung in die Sternwarte ein. Als am 26. August 1978 Sigmund Jähn mit einer Sojus-Rakete vom Weltraumbahnhof in Kasachstan abhob, um zur Raumstation Salut 6 zu fliegen, und nach einigen Tagen glücklich landete, war die Sensation perfekt. Der Arbeitersohn aus dem Vogtland wurde als Held gefeiert, mit Orden überhäuft und war auf vielen offiziellen Empfängen anwesend. Zahlreiche Schulen wurden nach ihm benannt. Eine davon war die Polytechnische Oberschule in Hedersleben. Sigmund Jähn nahm diese Namenspatenschaft ernst, und so war er am 12. Mai 1984 der Festredner bei der Jugendweihe. In einem bebilderten Vortrag über Sigmund Jähn ging Hendrik Brücke auch auf das harte Ausbildungsprogramm im Moskauer „Sternenstädtchen“ ein, beschrieb die technischen Einzelheiten während des Starts, des Fluges und der Landung. Interessant waren ebenfalls die Ausführungen über den Einsatz der Multispektralkamera MKF-6, einer Fernerkundungskamera aus dem VEB Carl Zeiss Jena. Jähn fotografierte mit dieser hochauflösenden Kamera, die mit sechs Objektiven ausgerüstet war, in verschiedenen Spektralbereichen die Oberfläche der Erde. Beim Auslesen der Fotos wurden sogar Objekte sichtbar, die nur zehn Meter groß waren. Das war damals absolute Weltklasse. Sigmund Jähn promovierte 1983 zum Thema „Arbeiten zur Entwicklung methodischer Grundlagen für Auswertung und Nutzen von Fernerkundungsdaten in der DDR“.

Seit vielen Jahren fühlen wir uns mit Sigmund Jähn freundschaftlich verbunden und haben ihn mehrmals persönlich getroffen. Erstmals 2003 zum Raumfahrerfrühschoppen in Morgenröthe-Rautenkranz und zuletzt 2015 bei einem persönlichen Gespräch in Barleben.

(Wilfried Lassak)

Mofi 2018

Als wir über die regionale Presse zur Beobachtung der totalen Mondfinsternis einluden, konnten wir uns nicht vorstellen, wie viele Interessenten sich im Laufe des Abends auf dem Gelände der Sternwarte einfinden würden. Wir zählten über 300 Gäste, unter ihnen sehr viele Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern. Anfänglich verwehrte uns eine östlich verlaufende Wolkendecke die Beobachtung. So haben wir den Gästen ausführliche Informationen zum weiteren Baugeschehen geben können. Außerdem nutzten sie die Möglichkeit, sich ausgiebig im Gebäude der Sternwarte und im ehemaligen Trinkwasserbehälter umzusehen. Diese unterirdische Anlage beeindruckt immer wieder durch ihre Bauart, die ein wenig an das Innere der Alhambra von Granada erinnert. Nach zögerlicher Auflösung der Wolken, klarte ab ca. 22:00 Uhr der Himmel auf. Gemeinsam mit mit den Gästen konnten Saturn, Jupiter, Mars und der Verlauf der Finsternis des Mondes beobachtet werden. Der Anblick der Planeten durch die Teleskope war für viele große und kleine Sterngucker ein faszinierendes Erlebnis. Besonders die Konstellation das Mars, in Opposition mit nur ca. 57 Mill km, unterhalb des Mondes war schon ein starkes Bild welches auf viele Fotos gebannt wurde.  Hinzu kam, dass gegen 22.33 Uhr die ISS mit unserem “Astro-Alex” genau im Zenit über uns hinweg zog. Dieses Schauspiel ist auch immer wieder beeindruckend. Ein Fernsehteam von RTL begleitete den Abend und wird einige Aufnahmen in den Spätnachrichten senden.
Es war für alle ein unvergeßlicher Abend der sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.

(WL/DF/SK)

Fotoworkshop 1

Am 08.05.2018 fand im Carl Ritter Haus in Quedlinburg ein weiteres Praxisseminar zum Thema “Atrofotografie gestern und heute” statt. Stefan Kunz war ganz in seinem Element. Die Zuhörer wurden auf unterhaltsame und verständliche Weise durch die Zeitgeschichte der Astrofotografie geführt. Der Vortrag bot auch den versierteren Zuhörern viele neue Erkenntnisse. Die Zeit verging wie im Flug und unser Stefan hätte sicher noch bis Sonnenaufgang weiter machen können. Also vereinbarten wir eine Fortsetzung dieses Themas im kommenden Jahr.

Tag der Städtebauförderung

Tag der Städtebauförderung, eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte-und Gemeindebund. Eine kurze Anfrage der Stadt und wir waren natürlich von 10 – 14 Uhr dabei. Über 40 Gäste wurden durch die Räumlichkeiten der 5 Etagen unserer Sternwarte geführt. Die Füße haben ganz schön gequalmt, aber wir brauchen eben nicht ins Fitnesstudio zu gehen. Danke an alle Besucher. Auch die Akustik des Gewölbes wurde von 2 professionellen Sängern mit einer spontanen Gesangsdarbietung erprobt und sehr gelobt. Ich hoffe wir hören uns wieder.

Der Durchbruch

Heute wurden die letzten 7 m³ Schutt des Durchbruchs vom Turm zum Wasserbehälter in den Container geschleppt und alles ausgefegt. Alle 8 Mitstreiter legten sich voll ins Zeug und es sieht richtig gut aus. Dann wurde noch die Kuppel geöffnet und einige Fotos gemacht. Schlosskirche mit Spica DF

Danke auch allen Besucher für das Interesse an unserem Projekt.

Tag der Astronomie 2018

Auch in diesem Jahr beteiligte sich die Mitglieder der Sternwarte Quedlinburg am deutschlandweiten Tag der Astronomie. Schon ab 11:00 Uhr konnten die ersten Gäste begrüßt werden. Die Sternfreunde boten, trotz zeitweise durchziehender Wolkenfelder, im Außenbereich und in der Kuppel Sonnen- und Mondbeobachtung an. Die Teleskope, von 60 bis 410 mm, waren immer dicht umlagert und es gab für die vielen gestellten Fragen von Groß bis Klein immer fachkundige Antworten. Auch der Osterhase hatte sich für die Kinder schon mal hinter einer Blume versteckt. Am Abend dann war der Himmel vollkommen aufgeklart, so dass die Besucher einen tollen Sonnenuntergang genießen konnten. Mit fortschreitender Dämmerung waren erst der Mond, später die Venus, das Wintersechseck, die Plejaden und auch der Orionnebel zu bewundern. Mehr als 200 Besucher waren vom Anblick der himmlischen Objekte durch die Teleskope sehr beeindruckt. Solche schönen Momente sind für die Sternfreunde immer wieder der Lohn für ihre engagierte ehrenamtliche Arbeit. Um 23:00 wurde der Tag in einer gemeinsamen gemütlichen Runde beendet. Es war wieder einmal ein rundum gelungener Astronomietag. Dank an alle Besucher die unsere Sternwarte besucht haben und auch ein großes Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer die zu diesem Erfolg beigetragen haben.

So viel Bauschutt

Am 16.03.2018 wurde begonnen den Abraum des Durchbruchs vom Schieberhaus zum Wasserbehälter zu beräumen. Wir hätten uns keinen besseren Zeitpunkt auswählen können, denn an diesem Tag war das gesamte Universum gegen uns. Es Schneite den ganzen Tag, so dass am Nachmittag 30cm Schnee lag und wir im Schneegestöber arbeiten mußten. Fahrer von PKW in der Einfahrt wurden ermittelt, um die Autos in unserer Auffahrt zur Seite zu fahren. Das Fahrzeug mit dem leeren Bauschuttcontainer kam wegen der Glätte nicht bis vor das Schieberhaus, so dass wir die Eimer 30m weit tragen mußten. Und es war kalt.

8 Verwegene begannen um 16:00 mit den Arbeiten. 3 Mann schippten die Eimer voll, 2 Mann hoben die Eimer zur Außenluke und 3 Mann im Friesennerz schleppten die vollen Eimer. Wir konnten es kaum glauben, denn nach 2 Pausen und 5 Stunden waren doch tatsächlich 7 m³ Schutt transportiert und der Container voll.  Das war aber erst die Hälfte des zu beseitigenden Materials. Also gibt es noch eine Aktion. Versorgt waren wir mit Getränken und Kuchen. Danke an die Spender. Ein kräftiger Muskelkater ist allen sicher. Wir sind wieder mal über uns hinausgewachsen.
(Übrigens ist Hannjos Bauchumfang  durch den Verbrauch von 7530 kj um 1,5 cm geschrumpft ;-))