Archiv der Kategorie: Sonne

Beobachtung

Tag des offenen Denkmals

Tag des offenen Denkmals

220913   Der seit 1993 stattfindene Tag des offenen Denkmals fällt immer auf den 2. Sonntag im September, dieses Mal also auf den 11. September 2022. Wir konnten wieder viele Gäste begrüßen. Teilweise wurden die Gäste am Eingang der Sternwarte musikalisch begrüßt, mit guter Resonanz. Im Gewölbe hatten wir ein weiteres Highlight zu bieten.

Fünf informative Tafeln zeigten die wasserwirtschaftlichen Anlagen der Stadt Quedlinburg. Uwe und Hannjo holten Holz für den Ofen, damit unsere Gäste nicht frieren mussten. Leider war am Vormittag der Himmel bedeckt. Am Nachmittag war auch ein Blick auf die Sonne durch das LUNT-Spezialfernrohr möglich. Hier war unser Klaus wieder voll in seinem Element und erklärte den Besuchern unser Zentralgestirn.

In der Kuppel fand erstmalig eine Tagbeobachtung der Venus mit unserem C14 statt. Die Venus zeigte sich als kleiner Vollmond im Fernrohr.

Zum Ausklang wurde noch etwas musiziert. Vielen Dank für die kleinen und großen Spenden und vielleicht kommen Sie nächstes Jahr wieder und bringen neue Gäste mit.

Sommersonne und Sommervollmond

220629 Zum Sommeranfang erreicht die Sonne auf ihrer scheinbaren Bahn, der Ekliptik, den höchsten Punkt. Damit steht sie am höchsten über dem Südpunkt und der Tag erreicht seine maximale Länge. Wenn der Mond und die Sonne sich genau gegenüber stehen ist Vollmond. Da sich fast alle Planeten und der Mond mehr oder weniger sich ebenfalls entlang der Ekliptik bewegen erreicht daher der Vollmond um den Sommeranfang seine geringste Höhe. Hier wurden zwei Aufnahmen am gleichen Tag überblendet, zum einen der Anblick des fast vollen Mondes in der Nacht und zum zweiten der Anblick der Sonne zur Mittagszeit, wenn sie im Süden steht.

Im Winter steht dann die Sonne am niedrigsten und der Vollmond am höchsten (das entsprechende Bild wird Ende Dezember veröffentlicht). Kurz gesagt: Steht der Vollmond am tiefsten über dem Südhorizont sind wir zeitlich dem astronomischen Sommeranfang ganz nah.

Sonnenuntergänge

220327  Sonnenuntergänge können sehr romatisch sein. Da nun auf der Sternwarte die Sicht gen Westen frei ist und Mitteleuropa eine Woche lang unter Hochdruckeinfluss war, wurde an acht Tagen der Sonnenuntergang von der Sternwarte aus fotografiert. Mit dem kostenlosen Programm Stellarium wurde zuvor die Aufnahmezeit bestimmt, wann die Sonne in etwa die gleiche Höhe hat (hier 1,9° über dem mathematischen Horizont). Die Bilder wurden mit Photoshop zusammen montiert.

Leider war am entscheidenden Tag, dem 26. März 2022, eine Woche nach Frühlingsanfang, der Himmel bedeckt. Dieses Jahr gibt es jedoch noch eine weitere Chance, die Sonne hinter dem Brocken zu fotografieren, nämlich am 16.09.2022. Sie sind herzlich zur Beobachtung eingeladen.

Das kleine Bild zeigt den Sonnenuntergang hinter dem Brocken am 25.03.2022, einen Tag vor dem Ereignis, fotografiert von Stefan Kunz. Beachtenswert sind die beiden Sonnenflecken zwischen den Brockentürmen (auf das Bild klicken und mit der gedrückten “Strg”-Taste und dem Mausrad das Bild weiter vergrößern, bis die beiden Flecken sichtbar werden).

Tag der Astronomie – Juwelen am Himmelszelt


211016 Die Sternwarte war für Besucher bereit. Trotz überwiegender Bewölkung war von 11-22  Uhr ein reges Kommen und Gehen von ca. 60 Gästen zu verzeichnen. Nach 20 Uhr riss der  Himmel auf und Venus, Jupiter und Saturn waren in voller Pracht, zur Begeisterung aller, zu sehen. Der Anblick durch das Teleskop hatte etwas Magisches. Sogar Erinnerungsfotos mit dem Celestron Fotoadapter für Smartphone konnten davon gemacht werden.
Die Sternencombo spielten zur Überbrückung der Wartezeit für die Besucher, wobei “Spannenlanger Hans und nudeldicke Dirn” der Hit des Abends war. Ein erfolgreicher Tag war zu Ende.

Arbeitseinsatz im Turm der Sternwarte


210807 Nachdem nun endlich die EFRE geförderten Baumaßnahmen im ehemaligen Wasserbehälter abgeschlossen sind, können die restlichen Verschönerungsarbeiten im Sternwartenturm in Angriff genommen werden.
Heute wurden eine Wand und die Kabelkanäle von Gerdi und Christian verputzt sowie unsere Kuppeletage mit Holz und Gipskartonplatten verblendet. Dazu mußten verschiedene elektrische Leitungen von Stefan neu verlegt werden. Bei der provisorischen Installation vor 2 Jahren waren Kabel zu kurz und ungünstig geplant worden.
Die Wände wurden mit Ausbauplatten und die Decke mit Gipskarton verkleidet. Uwe und Hannjo behielten beim Zusägen der Platten den Überblick und so verwandelte sich der obere Raum in ein echtes Kleinod. Für eventuelle Arbeiten an der Dachrinne wurde eine Tür mit eingearbeitet. Andreas schnitt die Hecke vor unserer Eingangstür. Die anderen Kräfte reinigten die Treppen und Fenster. Zum Mittag gab es zur Stärkung einen Pott Erbsensuppe.
Am Nachmittag konnte sich eine angemeldete Familie aus Aschersleben bei einer Führung von den Leistungen der Mitglieder der Sternwarte Quedlinburg überzeugen. Alle Besucher waren sichtlich sehr beeindruckt.

Partielle Sonnenfinsternis XXS

210610 Durch die sehr niedrigen Coronawerte in Quedlinburg war es möglich den Freiluftbereich der Sternwarte für eine öffentliche Beobachtung des Himmelsschauspiels anzubieten. Von 11:30 bis 13:30 kratzte der Mond am Rand der Sonnenscheibe vorbei. Die Sonne wurde im Maximum gegen 12:40 Uhr nur um 13% bedeckt. Dieses Ereignis wäre mit Sicherheit unbemerkt geblieben, da diese minimale Bedeckung keinen merklichen Helligkeitsabfall bewirken kann. Obwohl wir keine Werbung in den Medien geschaltet hatten, konnten wir ca. 30 Interessierte Gäste, darunter Schüler der freien Ganztagsschule Neinstedt und der Waldorfschule Thale, begrüßen.
Pünktlich gegen 11:33 Uhr begann der Mond die Sonne zu bedecken. Mehrere Teleskope waren aufgebaut. Ein spezielles Sonnenteleskop der Firma Lunt für den Spektralbereich H-Alpha der Wasserstoffverbrennung, ein Teleskop mit Sonnenfilter im Weißlicht, sowie Brillen mit Sonnenfilter standen zur Verfügung. Weiterhin wurde für unsere Besucher eine große Rettungsdecke als Schutzfilter aufgebaut wodurch viele gleichzeitig geschützt beobachten konnten.
Interessant war, dass mit Kalziumfilter bei höheren Vergrößerungen am Mondrand die Erhebungen der Krater zu sehen sind.
Die Aktivitäten wurden durch ein Team der Mittedeutschen Zeitung begleitet, die sicher einen tollen Bericht in der Zeitung abdrucken.

Bei Vereinsmitgliedern und Gästen war zu merken, dass allen die wieder gewonnene Bewegungsfreiheit guttat. Wir wünschen allen weiterhin Gesundheit und damit auch eine Rückkehr ins normale kulturelle Leben.

Euer Team der Sternwarte Quedlinburg

2021 Januar – kleine Zusammenfassung

2101 Was war im Januar los? (HH,SK)
Astronomisches: Leider gab es nur wenige Tage an denen der Himmel klar war. Mitte des Monats schauten Merkur gemeinsam mit Jupiter und Saturn über den abendlichen Horizont. Am 23.1. bildeten sich, durch die meteorologischen Bedingungen, herrlich Halo Erscheinungen um Sonne und Mond. Wilfried informierte wieder über die Ereignisse des Monats in der Zeitung.
Sternwarte:  Ein stattlicher Schneemann konnte gebaut werden. Hannjo produzierte eine tolle winterliche Landschaft der Sternwarte als Hintergrund für Stellarium. Christian und Ragnar machten das Büro nutzbar.  Uwe baut an einer schnuckeligen Küche. Stefan optimierte die Programmierung der Heizungs- und Lüftungsanlage. Am Ende des Monats waren im Behälter schon 16°C und nur noch 70% Luftfeuchtigkeit. Der Trend des Ertrags der Solaranlage stieg von 2,5 KWh/Tag auf 10 KWh/Tag an. Hoffentlich gibt es auch im Februar lange sonnige Abschnitte für unser Solar-Baby.

Start in den 25. Sonnenfleckenzyklus

Der 25. Sonnenfleckenzyklus bringt die ersten sichtbaren Flecken. So ein Zyklus dauert im  Durchschnitt 11,5 Jahre, wird durch die inneren Fusions- und Konvektionsvorgänge in der Sonne gesteuert. Er begann im Dezember 2019 im Minimum, wo keine Flecken zu sehen waren, geht über das Maximum, bis dann die Fleckenaktivitäten wieder auf ein Minimum zurück gehen.
Seit 2 Jahre ist auf der Sonne nicht so richtig was los. Einige kleine Aktivitätsherde waren schon mal gelegentlich zu sehen. Am 24. 11. tauchte am östlichen Horizont eine mächtige Gruppe auf, bei der am 30.11. gleich 6 Sonnenfleckengruppen gezählt werden konnten. Dabei war die  Sonnenfleckengruppe Nr.-1309 (AR 12486 NAAO) wohl die am Beeindruckendste.  Sie war im neuen Zyklus die erste F-Gruppe, die mit bloßem Auge durch eine Sonnenfinsternisbrille beobachtet werden konnte. Das ist sehr ungewöhnlich und überraschend, da wir uns erst am Anfang des neuen Sonnenfleckenzyklus befinden.
Der November sprengt mit 21 möglichen Beobachtungstagen der Sonne die bisherigen Monatsrekorde.
Aber wie sagte meine Oma Jette immer ” Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer”

Also bleib ich für Euch dran.

Mit sonnigen Grüßen     Euer Rocki

Die gemachten Bilder an diesen Tag wurden in verschiedenen Spektren gemacht.
lo –    Weißlicht                                 (mit Sonnenschutzfilter)
lu –    mit Kalzium II_H – Licht         (Filter für Kalzium und Wasserstofflinie bei 396 nm) und
um – H-alpha-Licht                          (Filter für die rote Wasserstofflinie bei 656,281 nm)

Tag der Astronomie – Die lange Nacht der Planeten


201024 Tag der Astronomie unter dem Motto “Die lange Nacht der Planeten”.
Leider mußten wir Corona Tribut zollen und auf umfassende Werbung verzichten. Desinfektionsmittel und Listen waren vorbereitet. Türen und Kuppel waren geöffnet und erzeugten so im gesamten Innenbereich einen starken Luftdurchzug.

In Erwartung weniger Gäste wurden von 12 Vereinsmitgliedern wieder viele Innenarbeiten verrichtet. An Ziegelsteinwänden im Flur und Toiletten wurde alte Farbe abgeklopft, dann neu verfugt und mit Pinselputz versehen. Dank an Familie Güttel für die Hilfe und die hervorragende Arbeit. (Hammersong)

Die Lüftungsanlage wurde weiter verdrahtet. Neu sind auch die Rotlichtbeleuchtung und Rettungswegleuchten im Haus.

Dennoch fanden über den Tag bis in die Nacht hinein einige Gäste den Weg zur Sternwarte. Auf der Sonne konnten 2 Fleckengruppen des neuen Zyklus begrüßt werden. Am Abend riss der Himmel noch mal richtig auf und Mond, Jupiter, Saturn und Mars waren mit 2250mm Brennweite prächtig zu sehen. Die Gäste waren begeistert über die fachkundigen Führungen und den Anblick von Sonne, Mond und Planeten.

Start in den 25. Sonnenfleckenzyklus

200602 Endlich ist die Zeit des Minimums an Sonnenflecken vorüber. Am 02.06.2020 konnte unser Sonnen-Klaus im H-Alpha Licht die erste Protuberanz dokumentieren. Diese Protuberanz stand in nördlicher Breite und gehört schon zum 25. Sonnenfleckenzyklus. Ein Zyklus dauert ca. 11 Jahre von Minimum, über Maximum, bis zum nächsten Minimum. Wenn man sich für die Beobachtung von Protuberanzen Zeit nimmt, kann man schon in kurzer Zeit Veränderungen in ihrer Struktur Beobachten.

Achtung: Die Sonne nur mit geschütztem Auge durch spezielle Sonnenteleskope oder Sonnenfinsternisbrille Beobachten. Sie könnten sonst erblinden.