Merkurtransit

Auch die Mitglieder der Sternwarte Quedlinburg waren schon gespannt auf den Merkurtransit. Die Bedingungen waren anfangs nicht schlecht. Die Luftunruhe war jedoch so stark, daß die Fokussierung mit Hilfe des Funkturms auf der Viktorshöhe erfolgen musste. Der Sonnenrand waberte so stark, daß man den Fokus im Sucher nicht finden konnte. Mit dem Funkturm klappte es jedoch dann ausgezeichnet. Der Turm ist immerhin 12 Kilometer entfernt.
Pünktlich um 13.34 Uhr schob sich der Merkur mit seinen 4850 km Durchmesser vor die 1,5 Mill km große Sonne und es konnte eine Fotoserie vom Eintritt des Merkur in die Sonnenscheibe geschossen werden. Etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang schob sich jedoch eine Wolke vor die Sonne und nahm uns die Sicht. Zuvor konnte noch eine schöne Nebensonne beobachtet werden.
Auch einige Gäste waren begeistert vom Anblick des winzigen Merkur gegenüber der riesigen Sonnenscheibe und es wurde die Frage diskutiert, wie klein der Mensch bei diesen Dimensionen eigentlich ist.
Anbei ein paar Aufnahmen mit 300 und 2250 mm Brennweite. Die berechnete Pixelanzahl bei 10 Bogensekunden Merkur-Durchmesser betrug bei 300 mm 3,7 Pixel und 2250 mm 18 Pixel.   Bericht von HH