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Dozententreffen der KVHS Harz in der Sternwarte Quedlinburg

210910 Die Kreisvolkshochschule Harz führte ihr Dozententreffen im Kulturraum des ehemaligen Wasserbehälters der Sternwarte Quedlinburg durch.
Nach der Eröffnungsrede durch die Geschäftsführerin der KVHS-Harz Frau Herma Alpermann sprach Hendrik Brücke, der Vorsitzende des Vereins Sternwarte Quedlinburg e.V., über die Geschichte der Sternwarte in Quedlinburg. Anhand zahlreicher Bilder und Anekdoten stellte er den Um- und Aufbau dieses ganz besonderen Ortes dar. Wilfried Lassak, als langjähriger Vorsitzender der 1975 in Quedlinburg gegründeten Arbeitsgemeinschaft “Astronomie und Raumfahrt”, erklärte anschließend, was die Sternenbeobachtung und Astronomie mit Quedlinburg verbindet.
In der Kuppel der Sternwarte konnten unsere Gäste nach den Vorträgen selbst in den Himmel schauen und am frühen Abend schon den Jupiter, den Saturn und den Mond beobachten.
Alle waren begeistert vom Ort der Tagung und auch dem möglichen Ausblick in die astronomischen Weiten.

Hier ein Link zu einem Bericht auf der Internetseite der KVHS-Harz

Die Hölle von Q.

210905 In diesem Jahr führte die Route des Triathlon Die Hölle von Q von Ditfurt über Thale bis Quedlinburg. Nach 2 Km Schwimmen, 80 Km Fahrrad fahren und 21 Km laufen, kamen die Aktiven, kurz vor dem Ziel, über den Münzenberg und an der Sternwarte vorbei.

Die Mitglieder der Sternwarte betreuten dort den Verpflegungspunkt. Die Lautsprecheranlage war installiert, eine Becherwegwerfzone eingerichtet, Starterlisten zusammengeklebt, Äpfel und Bananen aufgeschnitten und die Getränke mit Wasser, Cola und einem isotonischen Getränk bereitgestellt. Alle Läufer wurden stimmungsvoll mit Moderation, Anfeuerungsrufen, Klatschen, Trommeln begrüßt als sie, das Ziel fast schon vor Augen, sich die Leichentreppe mit seinem Katzenkopfpflaster zum Plateau der „Ministadt“ hochquälen mussten. Spätestens hier verstanden viele Läufer den tieferen Sinn des Namens der Veranstaltung.

Bei bestem Sonnenschein kam dann auch gegen 10:45 Uhr der erste Läufer an. Einige Besucher schauten sich auch das Schauspiel an. An der Wendeschleife auf dem Münzenberg wurden Beweisfotos jedes Starters gemacht. Der letzte Läufer lief gegen 14:30 bei uns vorbei. Die Hölle von Q war insgesamt ein großer Erfolg.

Am Nachmittag kam dann noch die Staffel der Freiwilligen Feuerwehr auf der Sternwarte vorbei um den Tag mit einer Bratwurst und vielen Gesprächen ausklingen zu lassen. Auch bei der Beobachtung der Sonne konnten 9 Fleckengruppen beobachtet werden. Eine Formation der „Sternencombo” gab zum Abschied noch ein kleines Konzert.

Die Perseiden oder die Tränen des Laurentius


210812 Die Perseiden bestehen aus den Auflösungsprodukten des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Die Erde kreuzt auf ihrer Bahn immer um den 12. August herum diese Staubspur, die der Komet im Weltraum hinterlassen hat. Die Staubteilchen treffen dabei mit hoher Geschwindigkeit auf die Atmosphäre und bringen die Luftmoleküle zum Leuchten.
Da das Erscheinen der Perseiden mit dem Fest des christlichen Märtyrers Laurentius am 10. August zusammenfällt, der im Jahre 258 das Martyrium auf einem glühenden Rost erlitt, werden sie im Volksmund Tränen des Laurentius genannt.
Auch die Sternfreunde hielten an verschiedenen Standorten vom Donnerstag bis Sonnabend Ausschau nach diesen hellen Himmelsflitzern. Obwohl der Mond zeitig unterging war das Wetter mit Wolken und Schauern sehr durchwachsen. Sonnabend zu Sonntag waren meteorologisch die besten Bedingungen, da um Mitternacht auch das Band der Milchstraße zu sehen war.
Fotoapparate auf Stativen, versuchten mit Serienaufnahmen von hunderten Bildern diese Ereignisse abzulichten. Einige Treffer konnten auch gelandet werden. Die Aufnahmen sind aus Quedlinburg (HH) und von der Endorfer Mühle (DF).
Nebenbei konnten noch Mond, Jupiter und Saturn durchs Teleskop betrachtet werden.
Die gemeinsame Beobachtung ist bei angenehmen Wetter immer ein tolles Vereinsereignis.

Arbeitseinsatz im Turm der Sternwarte


210807 Nachdem nun endlich die EFRE geförderten Baumaßnahmen im ehemaligen Wasserbehälter abgeschlossen sind, können die restlichen Verschönerungsarbeiten im Sternwartenturm in Angriff genommen werden.
Heute wurden eine Wand und die Kabelkanäle von Gerdi und Christian verputzt sowie unsere Kuppeletage mit Holz und Gipskartonplatten verblendet. Dazu mußten verschiedene elektrische Leitungen von Stefan neu verlegt werden. Bei der provisorischen Installation vor 2 Jahren waren Kabel zu kurz und ungünstig geplant worden.
Die Wände wurden mit Ausbauplatten und die Decke mit Gipskarton verkleidet. Uwe und Hannjo behielten beim Zusägen der Platten den Überblick und so verwandelte sich der obere Raum in ein echtes Kleinod. Für eventuelle Arbeiten an der Dachrinne wurde eine Tür mit eingearbeitet. Andreas schnitt die Hecke vor unserer Eingangstür. Die anderen Kräfte reinigten die Treppen und Fenster. Zum Mittag gab es zur Stärkung einen Pott Erbsensuppe.
Am Nachmittag konnte sich eine angemeldete Familie aus Aschersleben bei einer Führung von den Leistungen der Mitglieder der Sternwarte Quedlinburg überzeugen. Alle Besucher waren sichtlich sehr beeindruckt.

Partielle Sonnenfinsternis XXS

210610 Durch die sehr niedrigen Coronawerte in Quedlinburg war es möglich den Freiluftbereich der Sternwarte für eine öffentliche Beobachtung des Himmelsschauspiels anzubieten. Von 11:30 bis 13:30 kratzte der Mond am Rand der Sonnenscheibe vorbei. Die Sonne wurde im Maximum gegen 12:40 Uhr nur um 13% bedeckt. Dieses Ereignis wäre mit Sicherheit unbemerkt geblieben, da diese minimale Bedeckung keinen merklichen Helligkeitsabfall bewirken kann. Obwohl wir keine Werbung in den Medien geschaltet hatten, konnten wir ca. 30 Interessierte Gäste, darunter Schüler der freien Ganztagsschule Neinstedt und der Waldorfschule Thale, begrüßen.
Pünktlich gegen 11:33 Uhr begann der Mond die Sonne zu bedecken. Mehrere Teleskope waren aufgebaut. Ein spezielles Sonnenteleskop der Firma Lunt für den Spektralbereich H-Alpha der Wasserstoffverbrennung, ein Teleskop mit Sonnenfilter im Weißlicht, sowie Brillen mit Sonnenfilter standen zur Verfügung. Weiterhin wurde für unsere Besucher eine große Rettungsdecke als Schutzfilter aufgebaut wodurch viele gleichzeitig geschützt beobachten konnten.
Interessant war, dass mit Kalziumfilter bei höheren Vergrößerungen am Mondrand die Erhebungen der Krater zu sehen sind.
Die Aktivitäten wurden durch ein Team der Mittedeutschen Zeitung begleitet, die sicher einen tollen Bericht in der Zeitung abdrucken.

Bei Vereinsmitgliedern und Gästen war zu merken, dass allen die wieder gewonnene Bewegungsfreiheit guttat. Wir wünschen allen weiterhin Gesundheit und damit auch eine Rückkehr ins normale kulturelle Leben.

Euer Team der Sternwarte Quedlinburg

Nova Cas 2021


210515 Nachweis der Nova V1405 Cas
Anbei ein Bild von der Nova Cas2021 im Sternbild Cassiopeia. Sie ist zwar nicht ganz so spektakulär, aber immerhin ist doch ein Stern explodiert, dessen Explosion nun im Feldstecher sehr gut zu sehen ist.
Übrigens unsere Sonne teilt das gleiche  Schicksal, auch sie wird explodieren. Aber ich kann beruhigen, erst in etwa 5 Mrd. Jahre (5 000 000 000).

Viel Spaß beim Beobachten. (HH)

Pflastern zur Beobachtungswiese


210507 Pflasterarbeiten
Die Klimatruhe  (Sitzbank im Keller) ist fertig. 25 laufende Meter, Platz für 42 Mann normal und 17 Leute mit Corona-Abstand. Das Pflaster zur Beobachtungswiese wurde bis zur Ablaufrinne gelegt. Beim Zusägen der Steine wurde viel Staub aufgewirbelt. Die Ablaufrinne ist auch gelegt und die Eingangstür hat Uwe wunderbar gebaut, so dass sie satt ins Schloß fällt.

Sternbild Fuhrmann

Sternbild Fuhrmann oder Aurigae
Es ist das nördlichste Sternbild des Wintersechsecks. Da es bei seiner täglichen Reise um den Polarstern nie unter dem Horizont verschwindet ist es zirkumpolar. Der Hauptstern ist Kapella der 42 Lj von uns entfernt ist.
In diesem Sternbild gibt es viele interessante Fernglas-Objekte. Da sind z.B. die von Charles Messier benannten offenen Sternhaufen M36, M37 und M38 mit einer Entfernung von etwa 4000 Lj.
Bemerkenswert ist u.A. auch der Stern Epsilon Aurigae mit dem Namen Almaaz. Er ist etwa 1300 Lj entfernt und ein sogenannter Bedeckungsveränderlicher. Das bedeutet einfach, dass ein heller und ein dunklerer Stern sich einander umkreisen und ab und an der dunklere den helleren bedeckt und somit abdunkelt. Epsilon war der erste bestätigte Doppelstern dieser Klasse. Er wird dann fast um die hälfte dunkler. Das passiert etwa alle 27 Jahre für 18 Monate. Die nächste Verdunklung findet 2036 statt. Bedeutend ist hierbei, dass der Quedlinburger Pfarrer Fritsch, der astronomisch sehr interessiert war, 1821 diese Verdunklung entdeckte und dies auch in der damaligen astronomischen Szene publizierte. Der berühmte Astronom Johann Elert Bode, der Frisch Jahre vorher schon ein englisches Teslekop schenkte, erwähnte die Entdeckung im Astronomischen Jahrbuch für das Jahr 1824 auf Seite 252.
Der Stern wird umgangssprachlich auch “Stern von Quedlinburg” genannt.

Tag der Astronomie “Die Krater des Mondes”


210327 Der öffentliche Tag der Astronomie fiel leider auch in diesem Jahr dem Corona Virus zum Opfer. Unter dem Motto “Ein Ausflug in die Kraterlandschaft des Mondes” sollten an diesem Abend die Gäste, unter fachlicher Anleitung, den Mond erkunden können. Der Hobbyastronom Klaus Rockmann unternahm schon am 24.03.21, bei besten Bedingungen, eine fotografische Wanderung entlang des Terminators (Tag-Nach-Grenze). Hierbei setzte er seine gekühlte CCD-Kamera an einem Teleskop mit 900 mm Brennweite und 120 mm Linsendurchmesser ein. Neben dem Übersichtsbild wurden 4 imposante Ausschnitte mit Kratern ausgewählt.
(1) Das Meer des Regens mit dem Krater Plato, der nach dem griechischen Philosophen benannt wurde
(2) Der Krater Kopernikus, der nach dem Astronomen Nikolaus Kopernikus benannt wurde
(3) Das Meer der Feuchtigkeit mit dem Krater Gassendi, der nach dem Mathematiker Pierre Gassendi benannt wurde
(4) Der Krater Tycho, der nach dem Astronomen Tycho Brahe benannt wurde

Ein Quedlinburger auf dem Mars

Hannjo Humpsch ist einer von vielen weitern Namen, die mit der Mission “Mars 2020” auf einer Plakette des Rover “Perseverance” angebracht wurden und erfolgreich gelandet sind.

Hier ein Zeitungsartikel der Mitteldeutschen Zeitung vom 03.03.2021

und ein Interview mit dem MDR Sachsen Anhalt vom 12.03.2021

Seite der NASA – Send your Name to Mars
Seite der NASA – zur dieser Mission