Sommerfest 2022

220913   Am 2. Juli 2022 fand unser diesjähriges Sommerfest statt. Jeder brachte eine Kleinigkeit zu essen mit. Der  Tisch war reichlich gefüllt und wir ließen es uns gut schmecken, auch die mitgebrachten Würstchen. Im ersten Halbjahr haben wir sehr viel geschafft, insbesondere die Inbetriebnahme unseres neuen Fernrohrs. Jede Menge Arbeit liegt aber noch vor uns. So wartet der Fußboden im kleinen Vortragsraum auf seine Fertigstellung. Auf der Wiese müssen noch die kleinen Beobachtungsinseln vollendet werden. Wir werden wie immer den Baufortschritt auf unser Internetseite dokumentieren.

 

Der Verein Andreas Popperodt aus Gernrode zu Gast

220722   Am 6. Mai 2022 fand der Vortrag von Prof. Harald Lesch in Gernrode statt. Initiator der Veranstaltung war der rührige Kulturverein Andreas Popperodt aus Gernrode. Auf Einladung des Vorstands besuchte der Verein am 1. Juli 2022 die Sternwarte und übergab einen Spende von 500 € anläßlich des Vortrages von Prof. Lesch. Vielen Dank.

Das Observatorium mit all seinen Einrichtungen wurde besichtigt und erläutert. Ein Vortrag zeigte den Umbau des ehemaligen Schieberhauses zur Sternwarte. Ein kleiner Imbiß (Erbsensuppe auf dem Ofen Bruno – die Suppe wurde mit mindestens vier Sternen bewertet) rundete den Nachmittag ab.

Alle großen Planeten waren am Morgenhimmel sichtbar

220623   Am 23. Juni war am Morgenhimmel ab 3:30 eine großen Planetenparade mit dem bloßen Auge sichtbar. Dazu gesellte sich auch noch der abnehmende Mond. Wenn dann die Reihenfolge der sichtbaren Planeten von der Sonne aus noch stimmt ist das schon ein seltenes Ereignis. So war Venus, der Mond, Mars, Jupiter und Saturn zu sehen. Uranus und Neptun vervollständigten den Reigen, waren aber für das Auge nicht sichtbar. Für deren Position wurde jeweils ein „x“ in das Foto gezeichnet.
Ein erhabener Anblick den man einfach genießen mußte.
Leider wurde der Merkur 4:20 Uhr vom erhellten Osthorizont auch überstrahlt.
Der Sonnenaufgang 4:55 war dann noch ein wunderbares Erlebnis.
2x Foto DF, Montage HH

Sommersonne und Sommervollmond

220622 Zum Sommeranfang erreicht die Sonne auf ihrer scheinbaren Bahn, der Ekliptik, den höchsten Punkt. Damit steht sie am höchsten über dem Südpunkt und der Tag erreicht seine maximale Länge. Wenn der Mond und die Sonne sich genau gegenüber stehen ist Vollmond. Da sich fast alle Planeten und der Mond mehr oder weniger sich ebenfalls entlang der Ekliptik bewegen erreicht daher der Vollmond um den Sommeranfang seine geringste Höhe. Hier wurden zwei Aufnahmen am gleichen Tag überblendet, zum einen der Anblick des fast vollen Mondes in der Nacht und zum zweiten der Anblick der Sonne zur Mittagszeit, wenn sie im Süden steht.

Im Winter steht dann die Sonne am niedrigsten und der Vollmond am höchsten (das entsprechende Bild wird Ende Dezember veröffentlicht). Kurz gesagt: Steht der Vollmond am tiefsten über dem Südhorizont sind wir zeitlich dem astronomischen Sommeranfang ganz nah.

Supervollmond im Juni 2022

220616 Der erste Supermond des Jahres bahnte sich an. Gegen 23:45 MESZ am 15, Juni, also bereits einen Tag nach Vollmond, konnte am Horizont ein helles Leuchten wahrgenommen werden. Durch die Wolken sahen die Bilder etwas trügerisch wie ein Sonnenaufgang in der Dämmerung aus, aber es war tatsächlich der Mond.

Bei einem Supervollmond steht der Mond der Erde etwas näher und ist daher größer. Dies fällt aber bei einer normalen Beobachtung nicht weiter auf. Dennoch bot dieser Mondaufgang einen faszinierenden Anblick.

Wer diesen Supermond verpaßt hat, kann am 13. Juli 2022 den nächsten Supermond beobachten. Dann steht der Mond der Erde sogar noch ein bisschen näher. Mondaufgang am 12. Juli ist gegen 21:00 MESZ, im Süden steht der Mond am 13. Juli um 0:30 MESZ. Durch seine Deklination von fast -28° erreicht er gerade mal eine Höhe von 10° über dem Horizont.

Erste Erfahrungen mit dem C14

220522 Stefan machte sich ran und testete unser neues Teleskop. Die Sternabbildungen waren komaförmig. Der Spiegel musste justiert werden. Nach zwei Stunden waren dann die Sterne so wie sie sein müssen, nämlich kreisrund. Als erstes Objekt wurde der Jagdhundenebel auserwählt. Das große Bild wurde aus fünf Einzelbildern mit jeweils 5 Minuten Belichtungszeit gewonnen. Das kleinere Bild zeigt eine Aufnahme des Jagdhundenebels mit 30 Sekunden bei ISO 6.400 ohne weitere Bearbeitung. Stefan hat einen Bericht dazu gefertigt, wo auf weitere Fehler, insbeondere der Nachführung, eingegangen wird. Dieser ist hier abrufbar.

Der Gästeführerverein zu Gast

220619 Am 10. Juni 2022 konnten wir den Gästeführerverein auf der Sternwarte zu einem Sternkiekerabend begrüssen. Zunächst gab es im Behälter einen kleinen Überblick über die Geschichte des Wasserbehälters und anschließend eine Einführung in den Sternenhimmel mit Stellarium. Von der Beobachtungswiese aus konnte der nahe Start eines Heißluftballons beobachtet werden. Der Mond war gut im Teleskop zu beobachten.

Für das leibliche Wohl hatte der Gästeführerverein gesorgt und die Sternwartenband sorgte für gute Laune mit einigen Liedern. In den Pausen wurden Gedichte von Wilhelm Busch vorgetragen. Für alle war es ein sehr schöner Abend.

Die Beobachtungsplattformen entstehen

220520 Vor den Veranstaltungen „Lesenacht in der Sternwarte“ und „Der Gästefürhrerverein zu Gast“ wurde natürlich auch auf dem Gelände der Sternwarte weiter gearbeitet. Damit unsere Gäste mit kleineren Fernrohren, z.B. mit dem C8 oder dem LUNT, den Himmel erkunden können, wurden auf der Beobachtungswiese zwei Plattformen geschaffen. Hier können unsere Säulen aufgestellt werden.  Heike sorgte mit ihren Schnittchen wieder für unser Wohl.

Am Zaun wurden noch Sonnenblumen gesetzt. Drücken wir die Daumen, dass sie schön groß werden.

Lesenacht in der Sternwarte

220520 Am 20. Mai 2022 waren lesebegeisterte Kinder von 8 bis 12 Jahren in die Sternwarte Quedlinburg eingeladen. Die Lesenacht wurde durch  das städtische Kinder- und Jugendbüro organisiert und mit viel Kreativität und Phantasie vorbereitet: Im Behälter wurde eine Landeplattform für gestrandete Raumfahrer eingerichtet, es gab für sie spezielle Nahrung und bald landete der erste Außerirdische. Die Lesenacht begann. Leider spielte am Abend das Wetter nicht mit, weshalb den Kindern im Behälter mit dem Programm Stellarium die Sternenwelt gezeigt wurde. Wir freuten uns über die vielen Fragen der Kinder und ihr reges Interesse.

Am Morgen riß der Himmel auf und es konnte der Mond durch das Fernrohr beobachtet werden.

Die Mondfinsternis am 16. Mai 2022

220517 Am Montag fand für Frühaufsteher eine Mondfinsternis statt. Eigentlich war es eine totale Mondfinsternis, wir konnten aber in unseren Breiten nur die partielle Phase beobachten. Gegen 5:00 Uhr MESZ ging der Mond dann unter. Den Erdschatten auf dem Mond konnte man bis in etwa 3° Höhe über dem mathematischen Horizont beobachten (siehe kontrastverstärktes Schwarzweißbild). Die Aufnahme entstand um 4:52 Uhr MESZ. Später war nur noch der „Halbmond“ bzw. der nicht verfinsterte Vollmond wahrnehmbar. Am Osthimmel gingen zur gleichen Zeit Jupiter und Saturn auf.

Interessant wird diese Beobachtung für den Mondaufgang am 7. September 2025 sein. Dort wird der total verfinsterte Mond dann in der Morgendämmerung am Osthimmel aufgehen. Durch die Extinktion, die Schwächung des Lichtes des Mondes durch die Atmosphäre, wird der Mond für das bloße Auge erst ab einer gewissen Höhe zu beobachten sein.