Archiv der Kategorie: Beobachtung

Der Komet hat sich entwickelt

   

Hannjo – Komet über Quedlinburg
Gallerie

200715 Der Komet hat sich zu einem echten „Hingucker“ entwickelt. Erst im März durch das Weltraumteleskop NEOWISE entdeckt, ist dieser Komet seit Langem mal wieder ein Vertreter der ohne Hilfsmittel beobachtet werden kann. Die Vereinsmitglieder beobachten an unterschiedlichen Orten und mit verschiedensten technischen Ausstattungen den Lauf des Kometen über den Nachthimmel. Schauen Sie doch mal nach 23:00 Uhr Richtung Norden. Dort ist, bei klarer Sicht, der Komet C/2020 F3 NEOWISE auch mit bloßem Auge, bis Ende des Monats 15° (etwa eine Hand breit) über dem Horizont unter dem Großen Wagen zu sehen.
Zum Fotografieren wird nur eine Kamera  / Smartphone mit Fokus auf unendlich, 10s Belichtungszeit und ein Stativ benötigt. (Hannjo, Klaus, Dirk, Uwe, Stefan)

200723 Die Leuchtkraft des Kometen lässt schon nach. Er ist visuell nur noch als nebliches Fleckchen unter dem Großen Wagen zu sehen.
Damit verabschieden wir den Kometen nun langsam in die weiten unseres Sonnensystems und freuen uns schon auf ein Wiedersehen in ca. 5000 Jahren.

Komet C/2020 F3 NEOWISE – Erste Sichtung

200707 Aufnahme des Kometen C/2020 F3 NEOWISE am 06.07.2020 um 03:30 Uhr.

Der Komet NEOWISE sollte sich im Nordosten am Himmel knapp über dem Horizont zeigen und so war es auch. Mit einem 8×30 Feldstecher gelang sofort die Sichtung. Auch auf den Fotos ist er sofort zu erkennen. Die maximale Brennweite betrug 120 mm, die Belichtungszeit 2 s bei ISO 400. Die Sonne war nur noch 7° unter dem Horizont. Wenn der Himmel richtig dunkel wäre würde der Komet richtig hell leuchten (fast wie Hale-Bopp), einige  Schätzungen gehen von einer Helligkeit zwischen 1. und 0. Größenklasse aus. (HH)

Der Komet ist vom 11.7.- 20.7., früh 3:00 Uhr 10 Grad über dem Horizont, Richtung NNO nach N wandernd, mit dem Fernglas. links unter Kapella zu sehen.

 

Start in den 25. Sonnenfleckenzyklus

200602 Endlich ist die Zeit des Minimums an Sonnenflecken vorüber. Am 02.06.2020 konnte unser Sonnen-Klaus im H-Alpha Licht die erste Protuberanz dokumentieren. Diese Protuberanz stand in nördlicher Breite und gehört schon zum 25. Sonnenfleckenzyklus. Ein Zyklus dauert ca. 11 Jahre von Minimum, über Maximum, bis zum nächsten Minimum. Wenn man sich für die Beobachtung von Protuberanzen Zeit nimmt, kann man schon in kurzer Zeit Veränderungen in ihrer Struktur Beobachten.

Achtung: Die Sonne nur mit geschütztem Auge durch spezielle Sonnenteleskope oder Sonnenfinsternisbrille Beobachten. Sie könnten sonst erblinden.

 

Die 5 klassischen Planeten in einer Nacht

Vom 20. – 25. Mai 2020 bestand  die Möglichkeit alle 5 klassischen Planeten in einer Nacht mit bloßem Auge zu sehen. In den Morgenstunden waren es Mars, Jupiter und Saturn im Osten und in den Abendstunden Venus und Merkur im Westen. Der Mond vervollständigte die Parade noch.
Jupiter und Saturn nähern sich in diesem Jahr scheinbar einander immer weiter an, bis es am 21.12 2020 in den frühen Abendstunden zu einer Konjunktion (Begegnung) der beiden größten Planeten unseres Sonnensystems kommt. Die Begegnung dieser Riesen wird mit 6 Bogenminuten so nah sein,  dass man sie mit dem bloßem Auge nicht mehr trennen kann. Im Vergleich dazu hat der Mond einen scheinbaren Durchmesser von ca. 1/2 Grad oder 30 Bogenminuten.
Manche Historiker nehmen an, dass diese Konstellation, welche auch im Jahre 7 stattfand, als „Stern von Betlehem“ gedeutet werden könnte. Wie auch immer – Freuen wir uns auf dieses himmlische Schauspiel.

Und es bewegt sich doch


200405 Sternfreund Hannjo hat am Morgenhimmel die Bewegung der Planeten Mars , Saturn und Jupiter dokumentiert. Auch ganz besonders in diesem Jahr ist am Abendhimmel die Wanderung unseres „Abendsterns“ (Venus) durch das „Siebengestirn“ (Plejaden). Diesen Weg wird Venus erst wieder in 8 Jahren gehen. Übrigens sieht die Venus aktuell schon durch ein kleines Teleskop wie ein „Halbmond“ aus. Dieses Schattenschauspiel ist von der Erde aus, außer bei dem Erdmond, nur bei den inneren Planeten (Merkur und Venus) zu beobachten. (Bild HH)

 

 

 

Mond mit Halbschattenfinsternis

200110 Ein Blick gegen 18:00 Uhr aus dem Fenster zeigte einen löchrigen Himmel, also auf in Garten. Wolken und Wolkenlücken wechselten sich ab. Trotzdem gelang es die Finsternis zu fotografieren. Deutlich war die Verdunklung rechts unter zum Maximum wahrnehmbar. (Foto/Text HH)

Der neue Wahnsinn am Himmel – Killer der astronomischen Fotografie

05.12.2019 Da der Himmel am 5.12 klar war, wollte ein Sternfreund den Versuch machen die Prozession der Starlink-Satelliten am Himmel zu fotografieren. Dies gelang auch. Visuell etwa soll hell wie die Hauptsterne im Sternbild Löwen zogen 60 Lichtpunkte am Himmel entlang. Teilweise waren 10 Punkte auf einmal zu sehen. Die Aufnahme von heute morgen zeigt einige Satelliten auf einem Bild.

Dies ist erst der Anfang, denn über 12000 Satelliten sollen bis Ende 2027 in den Orbit gelangen.

Weiteres ist dem Wikipedia-Artikel Starlink zu entnehmen.
Hier noch ein Link zu Heavens Above mit aktuelle Beobachtungszeiten (hier für Quedlinburg)  HH

Merkurtransit

191111 Auch die Mitglieder der Sternwarte Quedlinburg waren schon gespannt auf den Merkurtransit. Die Bedingungen waren anfangs nicht schlecht. Die Luftunruhe war jedoch so stark, daß die Fokussierung mit Hilfe des Funkturms auf der Viktorshöhe erfolgen musste. Der Sonnenrand waberte so stark, daß man den Fokus im Sucher nicht finden konnte. Mit dem Funkturm klappte es jedoch dann ausgezeichnet. Der Turm ist immerhin 12 Kilometer entfernt.
Pünktlich um 13.34 Uhr schob sich der Merkur mit seinen 4850 km Durchmesser vor die 1,5 Mill km große Sonne und es konnte eine Fotoserie vom Eintritt des Merkur in die Sonnenscheibe geschossen werden. Etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang schob sich jedoch eine Wolke vor die Sonne und nahm uns die Sicht. Zuvor konnte noch eine schöne Nebensonne beobachtet werden.
Auch einige Gäste waren begeistert vom Anblick des winzigen Merkur gegenüber der riesigen Sonnenscheibe und es wurde die Frage diskutiert, wie klein der Mensch bei diesen Dimensionen eigentlich ist.
Anbei ein paar Aufnahmen mit 300 und 2250 mm Brennweite. Die berechnete Pixelanzahl bei 10 Bogensekunden Merkur-Durchmesser betrug bei 300 mm 3,7 Pixel und 2250 mm 18 Pixel.   Bericht von HH