Ein Wintermärchen

210211 Der langersehnte Winter ist nun gekommen. Vom 7.2. – 9.2 gab es auf Quedlinburg 34mm Niederschlag, der einer Schneedecke von 34cm erzeugte. Tiefsttemperaturen lagen bei -17°C. Umgerechnet auf unsere 20x20m oberhalb der alten Zisterne liegen dort 13600l Wasser in gefrorenem Zustand. Deshalb begannen wir am 11. und 12.2., begleitet von ein wenig Sonnenschein, mit der Räumung des Geländes. Sicher ist sicher.

Auch wurden von unserem Vereinsmitglied und Stadtführer Uwe Mintzlaff Winterimpressionen von Quedlinburg eingefangen. Danke für die Bereitstellung der 4 Bildfolgen.
(Download PDF Winter-QLB-1 , Winter-QLB-2 , Winter-QLB-3 , Winter-QLB-4 )

2021 Januar – kleine Zusammenfassung

2101 Was war im Januar los? (HH,SK)
Astronomisches: Leider gab es nur wenige Tage an denen der Himmel klar war. Mitte des Monats schauten Merkur gemeinsam mit Jupiter und Saturn über den abendlichen Horizont. Am 23.1. bildeten sich, durch die meteorologischen Bedingungen, herrlich Halo Erscheinungen um Sonne und Mond. Wilfried informierte wieder über die Ereignisse des Monats in der Zeitung.
Sternwarte:  Ein stattlicher Schneemann konnte gebaut werden. Hannjo produzierte eine tolle winterliche Landschaft der Sternwarte als Hintergrund für Stellarium. Christian und Ragnar machten das Büro nutzbar.  Uwe baut an einer schnuckeligen Küche. Stefan optimierte die Programmierung der Heizungs- und Lüftungsanlage. Am Ende des Monats waren im Behälter schon 16°C und nur noch 70% Luftfeuchtigkeit. Der Trend des Ertrags der Solaranlage stieg von 2,5 KWh/Tag auf 10 KWh/Tag an. Hoffentlich gibt es auch im Februar lange sonnige Abschnitte für unser Solar-Baby.

Neuschnee, warmer Wind und Planeten

210109 Auf der Sternwarte wurde wieder gewerkelt.  Gestern wurde von Stefan der defekte Sensor, der das Starten der Wärmepumpe der Lüftungsanlage verhinderte, gewechselt. Jetzt können wir endlich warme und getrocknete Luft in das Gewölbe einblasen. Durch den Neuschnee produzierte unsere Solaranlage an diesem bedeckten Tag nur 10 Watt und nach dem Abfegen von den Solarzellen etwa 600 bis 900 Watt. Deshalb sehr wichtig, falls es wieder schneit bitte die Zellen abfegen, um den Stromverbrauch zum größten Teil von der Sonne beziehen zu können.

Nach dem heutigen Schneefall grüßt ein Astro-Schneemann alle Besucher. Auch die Vögel werden mit Futter versorgt.

Anbei auch noch einen Beobachtungstipp für die nächsten Abende. Jupiter, Saturn und Merkur sind alle drei auf einmal am Abendhimmel zu beobachten. Dazu das erste Foto vom 11.01.21. Leider ohne Merkur und Saturn, die sich Dunst unterhalb des Jupiters versteckten. Man merkt auch, dass die Tageslänge schon zunimmt. (HH)

Spenden für das Projekt Sternwarte

Ein großes Dankeschön allen Unterstützern der Sternwarte, die mit ihren Geldspenden, Sachspenden, aktiven Hilfen bei vielen notwendigen Arbeiten, fachlichen- und sachlichen  Hinweisen und moralischen Hilfen den heutigen Stand des Projekts mit ermöglicht haben.

Thomas Heising

Nach schwerer Krankheit verstarb für uns völlig unerwartet unser lieber Sternfreund Thomas Heising.

Er war einer unserer erfahrensten Hobbyastronomen und konnte Erwachsene und Kinder vor allem mit astronomischen Vorträgen und der Kunst des Schleifens von Linsen und Spiegeln begeistern.

Am Heiligabend 2020 hat er seine letzte Reise zu den Sternen angetreten.

Ruhe in Frieden, lieber Thomas!
Wir werden Dich immer in Erinnerung behalten.

Beobachtung der „Großen Konjunktion“

201222_Die Sternfreunde verfolgten fotografisch den Verlauf der visuellen Annäherung der Planeten Saturn und Jupiter vom November bis Dezember 2020. Diese Annäherung nennt man auch Große Konjunktion.
Die Umlaufzeiten der beiden Riesenplaneten betragen etwa 12 Jahre für Jupiter und 30 Jahre für Saturn. Da der schnellere Jupiter 5 Sonnenumläufen um die Sonne machen muss, wenn er den langsameren Saturn nach dessen 2 Sonnenumläufen wieder einholen will, kommen die zwei Planeten nur etwa 20 Jahre visuell von der Erde aus gesehen wieder am Himmel zusammen. Am 21.12.2020 war diese Annäherung mit 6 Bogenminuten (6′) auch noch besonders nah und entsprach etwa einem 5-tel des Monddurchmessers.

Das nächste Mal wird dieses Ereignis am 31.10.2040 mit 1° 0,8′ Distanz mit ca. 2 Monddurchmesser stattfinden.

Manche Astronomen und Historiker vermuten, dass der Stern von Bethlehem zur Zeit von Jesu Geburt die Große Konjunktion in den Jahren 7 bis 6 v. Chr. gewesen sein könnte. Die alten Astronomen kannten dieses Ereignis schon mit Sicherheit und erwarteten, aus astrologischer Sicht, das Eintreten von bedeutenden Ereignissen.

Die Große Konjunktion – Jupiter visuell bei Saturn


201221 Ahoi, ein voller Erfolg!
Als ich zur Sternwarte ging zeigte sich der Mond durch eine dünne  Wolkendecke. Somit hatte ich Hoffnung die große Konjunktion zu fotografieren. Gegen 17:50 Uhr sah der Himmel zwar trostlos aus, aber Jupiter und Saturn schienen durch die Wolkendecke hindurch. Es wurde sofort eine Aufnahme gemacht. Da visuell fast nichts zu sehen war wurde mit der digitalen Retusche nachgeholfen. Das Ergebnis anbei. In 20 Jahren treffen wir uns zur nächsten Konjunktion.
Schöne Grüße    Hannjo.

Start in den 25. Sonnenfleckenzyklus

Der 25. Sonnenfleckenzyklus bringt die ersten sichtbaren Flecken. So ein Zyklus dauert im  Durchschnitt 11,5 Jahre, wird durch die inneren Fusions- und Konvektionsvorgänge in der Sonne gesteuert. Er begann im Dezember 2019 im Minimum, wo keine Flecken zu sehen waren, geht über das Maximum, bis dann die Fleckenaktivitäten wieder auf ein Minimum zurück gehen.
Seit 2 Jahre ist auf der Sonne nicht so richtig was los. Einige kleine Aktivitätsherde waren schon mal gelegentlich zu sehen. Am 24. 11. tauchte am östlichen Horizont eine mächtige Gruppe auf, bei der am 30.11. gleich 6 Sonnenfleckengruppen gezählt werden konnten. Dabei war die  Sonnenfleckengruppe Nr.-1309 (AR 12486 NAAO) wohl die am Beeindruckendste.  Sie war im neuen Zyklus die erste F-Gruppe, die mit bloßem Auge durch eine Sonnenfinsternisbrille beobachtet werden konnte. Das ist sehr ungewöhnlich und überraschend, da wir uns erst am Anfang des neuen Sonnenfleckenzyklus befinden.
Der November sprengt mit 21 möglichen Beobachtungstagen der Sonne die bisherigen Monatsrekorde.
Aber wie sagte meine Oma Jette immer “ Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“

Also bleib ich für Euch dran.

Mit sonnigen Grüßen     Euer Rocki

Die gemachten Bilder an diesen Tag wurden in verschiedenen Spektren gemacht.
lo –    Weißlicht                                 (mit Sonnenschutzfilter)
lu –    mit Kalzium II_H – Licht         (Filter für Kalzium und Wasserstofflinie bei 396 nm) und
um – H-alpha-Licht                          (Filter für die rote Wasserstofflinie bei 656,281 nm)

Baufortschritt und Astronomisches

201119 Fotos vom Baufortschritt.
Die Lüftungsanlage ist isoliert. Im Behälter sind16 °C, aber bei nur noch 90%  Luftfeuchtigkeit. In der Büroetage wurden die Fenster und die Tür eingebaut. Nun ist dieser Raum geschützt und schon recht angenehm warm. In der Kuppel und im Büro wurde die Fußbodendämmung verlegt. Im Treppenaufgang sind nun die Wände gestrichen die Geländer befestigt. Der Technikraum erhielt einen kleinen Tisch.

Astronomisches
Nun sind es noch drei Wochen bis zur engen Begegnung von Jupiter und Saturn. Letzte Woche gelang eine Aufnahme mit Mond, Jupiter und Saturn. Die Mond-Systeme der Planeten Jupiter und Saturn überlappen sich visuell schon. Interessant ist, dass eine ausgestreckte Faust  80% der Monde unseres Sonnensystems abdeckt (Quelle: Skyweek). Wir hoffen auf gutes Wetter. (Foto HH)